The KRANE

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THE KRANE ist ein Erlebnis für alle Sinne mit Panoramablick über Kopenhagen und einer phantastischen Aussicht aufs Meer, den Himmel und den Hafen. Zu Ehren seiner Vergangenheit als Kohlekran wurde das Innendesign ganz in Schwarz gehalten.

THE KRANE ist eine ästhetische Oase inmitten einer Industrielandschaft am Rande von Nordhavn, einem der letzten Industriehäfen in der dänischen Hauptstadt. Sein visionärer Inhaber Klaus Kastbjerg und der Architekt Mads Møller vom Architekturbüro Arcgency bauten das Konzept auf seiner dunklen Vergangenheit als Kohlekran auf, wobei nur die Farbe Schwarz verwendet wird. Das mehrstufige Gebäude besteht aus einem Empfangsbereich im Erdgeschoss, einem Besprechungsraum mit dem Namen GLASS BOX im ersten Stock, einem Spa und einer Terrasse im zweiten Stock und einem Rückzugsraum, so wird das Hotelzimmer im Obergeschoss genannt. Das gedämpfte, schwarze Interieur bildet den Rahmen für den freien Blick über Kopenhagen und weit darüber hinaus.

Wenn THE KRANE sprechen könnte …

Klaus Kastbjerg, der zahlreiche Projekte wie Paper Island (PapirØen), THE SILO, HAFENHAUS und THE SIGNING ROOM an der Küste von Kopenhagen vorantreibt zur Geschichte von THE KRANE: «Nordhavn hatte zwei Kräne. Als der dänische Möbelshop Paustian im Hafen seinen Shop eröffnete, gab es einen grossen Empfang. Der Architekt Jørn Utzon, der auch das Opernhaus von Sydney entworfen hat, fragte, ob wir den Kran in eine schönere Position bringen könnten. Als Jørn auf dem Kai stand und uns leitete, hoben wir den Kran an und brachten ihn an die perfekte Stelle. Jahre später, als wir mit Jørn und seinen Architekten-Söhnen Jan und Kim mit dem Bau des HARBOUR HOUSE begonnen hatten, hatten wir es um den Kran herum entworfen. Das war der erste Kran, den wir 2005 in einen Meetingroom verwandelt haben, der THE SIGNING ROOM gennant wurde. Aber wir wollten mehr. In der Umgebung gab einen alten Getreidesilo, den wir in Luxusappartements namens THE SILO umwandelten. Darüber hinaus haben wir Paper Island zu einem kulturellen Zentrum gemacht und ein ehemaliges Papierlager mit einer Fläche von 5000 m2 in ein Kulturzentrum umgewandelt. Hier sind auch die Showrooms von Tradition, Calvin Klein, Hilfiger, Henrik Vibskov untergebracht, Es gibt Kunstgalerien, Ausstellungshallen und Kopenhagen Street Food.»

«Die Zukunft des zweiten Krans am Hafen blieb jedoch ungewiss, trotz seiner Geschichte und der einzigartigen Aussicht auf das Wasser… Also entschied ich mich, es in etwas Zeitgenössisches zu verwandeln.»

THE KRANE kann wie ein Hotelzimmer gebucht werden. Die Gäste werden am Flughafen von einem Concierge abgeholt, der sie auch während des Aufenthalts betreut. Die von Mads Møller konzipierte Innenarchitektur wirkt beruhigend und einladend. Wenn die Gäste ankommen und durch die Stahlkonstruktion, die sich wie eine Zugbrücke anfühlt, hinaufsteigen, haben sie das Gefühl, den Boden zu verlassen. Steht man auf der obersten Terrasse, fühlt man sich wie auf dem Gipfel der Welt und blickt dem weiten Horizont entgegen.

Wenn die Aussicht zur Kunst wird

«Die Innengestaltung von THE KRANE ist zurückhaltend und elegant. Sie ist Teil der Vision, bei der der Fokus auf dem Sehen und Hören lag», erklärt Architekt Mads Møller, vom Arcgency einem Architekturbüro, das durch die Projekte Vipp Shelter, die Absalon Church oder Container Office in Kopenhagen bekannt wurde. «THE KRANE beinhaltete einen 360-Grad-Innen- / Aussenansatz. Natürliches Licht beeinflusst das Raum- und das Glücksgefühl. Also haben wir das Innere optimiert, um das Tageslicht und die Aussicht aufs Wasser optimal zur Geltung zu bringen. Bei der Auswahl der Materialien wurde darauf geachtet, wie das Licht die Oberflächen reflektiert. Das Wasser macht wahrscheinlich 80% der Erfahrung von THE KRANE aus. In Dänemark haben wir im Sommer lange Tage. Entlang der Küste ist das Licht sehr weich und diffus. In THE KRANE sieht selbst stürmisches Wetter grossartig aus.»

Schwarztöne

Neben der Anspielung auf Kohle spielt Schwarz eine entscheidende Rolle bei der Minimierung der visuellen Ablenkungen, sodass sich die Gäste im Inneren fast wie umhüllt fühlen. Gleichzeitig dramatisiert Schwarz das wechselnde Licht und die atemberaubenden Ausblicke nach draussen.

Für Mads Møller ist schwarz nicht einfach schwarz. «Es gibt ganz verschiedene Schwarztöne. Abhängig von der Tageszeit kann man viele subtile Nuancen erkennen.» Der Besitzer Klaus Kastbjerg stellt die Farbwahl in einen noch grösseren Zusammenhang: «Oft geht man in ein Hotel und wird von visuellen Eindrücken richtiggehend überflutet. Man ist im Hotel und muss erstmal vom Hotel abschalten. Im THE KRANE verleiht das schwarze Interieur in Kombination mit der weiss Bettwäsche ein Gefühl von Ruhe und ermöglicht dem Gast, sich auf die Aussicht zu konzentrieren.»

Leder, Holz, Stein und Stahl

Leder, Holz Stein und Stahl sind nur einige der edlen Materialien, die man in den Möbeln und Designs wiederfindet. Der Innenraum ist so konstruiert, dass die Primärteile verschwinden – die Betten, Sitzmöbel und Schränke sind in Wandpaneele integriert und die Funktionselemente sind versteckt. Sie wurden in Handarbeit von Kunsthandwerkern hergestellt, um die handwerkliche Kompetenz Dänemarks zu würdigen.

Das Spa

Im Gegensatz zum schwarzen Interieur des KRANE ROOM ist der Wellnessbereich leichter und vom Boden bis zur Decke mit Stein verkleidet. Es verfügt über eine riesige Glaswand mit einem einzigartigen Blick auf den Hafen und das Meer. Klaus Kastbjerg: «Mit dem dänischen Winterwetter konnten wir den Spa nicht im Aussenbereich anlegen. Also haben wir eine Wand komplett aus Glas entworfen und uns für zwei Whirlpools entschieden.»

Der Besprechungsraum

Wenn sich die Teilnehmer in einem Raum mit herrlicher Aussicht zu einer Besprechung treffen, lässt sich dann die Wirkung noch steigern? Mads Møller: «Zur ruhigen Atmosphäre tragen die Holzböden und die Akustikdecke bei. Der Raum ist warm und einladend.» «Es ist eine völlig andere Erfahrung als in den meisten oft langweiligen Besprechungsräumen, in denen ich bisher war», fügt Klaus Kastbjerg hinzu. «Hier hast du einen Panoramablick. So können deine Gedanken irgendwie fliessen…»

Das Alte wurde zu etwas Neuem

THE KRANE ist gefühlsmässig weit weg von der Stadt und gleichzeitig doch mitten drin. Ganz gleich, ob man den Wohnraum, das Spa, den Besprechungsraum oder den Empfangsbereich mietet. «Nordhavn hat immer noch ein industrielles Erscheinungsbild, das Unternehmer, Kunsthandwerker und Künstler anzieht. Wir haben diesen rauen, industriellen Charakter beibehalten und etwas Unerwartetes hinzugefügt. Er war alter Maschinenraum, der jetzt ein High-End-Rückzugsort ist, wo die Gäste die spektakuläre Aussicht geniessen können. Für mich ist das Luxus», erklärt Klaus Kastbjerg.

Die Fläche der obersten Ebene beträgt 50 m2 und umfasst Schlafzimmer, Wohnzimmer und Terrasse. Es ist eine betrügerische Grösse, wenn man sie mit dem Ausblick vergleicht. THE KRANE wurde mit ausgesuchten dänischen Designobjekten ausgestattet. «Ich hatte in der Vergangenheit mit den Familien von Arne Jacobsen und Verner Panton zusammengearbeitet», so Klaus Kastbjerg. «Daher war es meine Absicht, im THE KRANE mit einigen der innovativsten Marken Dänemarks zusammenzuarbeiten und den Produkten so eine Bühne geben.»

THE KRANE ist eine Hommage an die Vergangenheit Nordhavn schliesst Klaus Kastbjerg die Vorstellung von THE KRANE ab: «Wie können wir unseren Kindern von einem alten Industriehafen erzählen, wenn davon nichts mehr übrig ist? Neue Gebäude haben nicht den gleichen Charme oder die gleiche Geschichte. Ich wollte den Kran behalten und in eine Ikone für Nordhavn transformieren. Die Planung und Umsetzung war eine fantastische Erfahrung. Wir benötigten dafür zwei Jahre. Daher war es schön, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die meinen Traum teilten.»

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Stephanie Steinmann
Stephanie Steinmann

als freischaffende Bloggerin in Männedorf ZH tätig