Der König im Kuchen: Ein Brauch aus dem 5 Jhr. vor Christus oder von 1952?

 

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1‘500’000 Dreikönigskuchen werden jährlich in der Schweiz verkauft. Doch woher stammt dieser Brauch und weshalb ist er in der Schweiz so beliebt?

Ein Berner Forscher ist der Frage nachgegangen. Max Währen hat herausgefunden, dass es bereits 1390 in der Schweiz ein ähnliches Gebäck gab, wie den heutigen Dreikönigskuchen. Mit dem einzigen Unterschied, dass eine Bohne statt ein Plastik König darin versteckt wurde.

Die Herkunft geht gemäss Währen aber noch weiter zurück, bis ins 5. Jahrhundert vor Christus. Die Römer haben in der Antike ein Fest für den Gott Saturn gefeiert und dabei den Kuchen mit einer Bohne darin versteckt, gebacken. Die Erzählungen besagen, dass damals sogar ein Sklave, welcher die Bohne in seinem Kuchenstück hatte, für einen Tag König sein durfte. Dies ist aber sehr umstritten.

Historiker Konrad Kuhn ist skeptisch was die römische Vergangenheit des Dreikönigskuchens angeht. Seine Abhandlung finden Sie hier. Er argumentiert, dass es eine grosse Informationslücke gibt bis zum Jahr 1952. Ab dann gibt es klare und eindeutige Beweise wie der Kuchen seine heutige Form erlangt hat.

Die Bäckerei und Konditorei Fachschule Richemont in Luzern hat im Jahr 1952 ein neues Rezept erarbeitet, dem Kuchen seine heutige Form gegeben und dies dann der Öffentlichkeit präsentiert. Mit grossem Erfolg. Bereits in den 80er Jahren wurden pro Jahr rund eine Million Dreikönigskuchen in der Schweiz verkauft.

Die Idee hinter dem Dreikönigskuchen ist also bereits über 2000 Jahre alt, die Umsetzung wie wir sie heute kennen, stammt allerdings aus den 1950er Jahren aus dem Herzen der Schweiz.